Parkinsonsche Gesetze: Über Kaffee statt über KI reden
Schon einmal gefragt, warum die Mitglieder des Vorstands so ungern über die digitale Transformation reden, aber dafür umso lieber über das Buffett auf der Weihnachtsfeier? Oder in diesem Jahr darüber, ob die wegen Corona eingesparten Kosten für das Buffett an die Mitarbeiter ausgezahlt werden?
Der Verwaltungsforscher Cyril Northcote Parkinson hat schon vor Jahrzehnten festgestellt, dass Entscheidungsgremien länger über Trivialitäten reden, als über komplexe Sachverhalte. Je weniger finanzielle Auswirkungen ein Thema hat, desto länger dauert die Diskussion darüber. Im Original 10 mal länger über Kaffee statt über den Bau eines Atomreaktors. In meinem beruflichen Umfeld über die Anzahl von Croissants auf einer Firmenveranstaltung statt über das Potential von Data-driven-Consulting.
Das hat vor allem den Grund, dass die Manager*innen Inkompetenz in komplexen Sachfragen verdecken wollen. Weil Sie zu komplexen Themen nichts beitragen können, kommentieren Sie die einfachen Sachverhalte. Da in einem „normalen“ Entscheidungsgremium viele fachfremde Manager*innen sitzen und einfach von der Sache keine Ahnung haben. Nun kommt zu den unwichtigen Themen sogar eine lebhafte Diskussion in Gang.
Stellt jemand das eigene Geschäftsmodell unter Einwirkung von künstlicher Intelligenz oder sogar Artificial Intelligence in Frage*? Selten. Stellt jemand die Farbe eines Buttons auf der Landingpage für ein neues Geschäftsmodell in Frage? Oh jaaaa.
*kleiner Spaß
Mehr zum Thema Game Thinking lesen:
Hirnflattern Nummer 2 – Seenotrettung und Innovationsprozesse
Innovationsprozesse fühlen sich manchmal an wie Seenotrettung: Wenig Zeit, zu wenige Helfer vor Ort und man weiß nicht genau wen oder was man sucht.
Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es in der Seenotrettung verschiedene Suchmuster gibt. Lassen sich die Stärken und Schwächen dieser Suchmuster auf Innovationsprozesse übertragen?
Kreativitätstest der NASA
Die NASA hat in einem großen Test festgestellt, dass Kinder als kreative Genies geboren werden. Beim Erwachsenwerden, verlieren 98% von uns die Fähigkeit, kreative Höchstleistungen zu erbringen. Können wir unser Genie wiederbeleben, indem wir als Erwachsene mehr spielen?
Matschküchen, Pinterest und Prototyping
Ein unschuldiger Kinderwunsch, hohe Erwartungen und was man daraus über Prototyping lernen kann.
wann ich consultants brauch und wann nicht
Die einst glorreiche Ming-Dynastie stand vor großen Problemen: Nach ein paar hundert sehr erfolgreichen Jahren war die Organisation nicht mehr adaptionsfähig genug. Plötzlich – manche sagen auch langsam und mit deutlichen Warnzeichen – geriet das Geschäftsmodell durch die digitale Transformation gehörig unter Druck. Der Kaiser stellte ein paar Berater aus der Mandschurei ein. Diese bekamen immer mehr Einfluss und stellten am Ende immer weitere Berater ein, ohne dass der Kaiser wusste, wie seine Beamten jemals wieder genug Kompetenzen aufbauen sollten, um ohne Mandschu-Consulting zurechtzukommen. Der Managing Director von Mandschu-Consulting merkte das und hat mit einem Hedgefonds als Investor China komplett übernommen. So oder so ähnlich ist das Ende der Ming-Dynastie in China abgelaufen.
Berater haben bei manchen Menschen einen sehr schlechten Ruf. Zum Teil ist dieser Ruf hart erarbeitet. Zum Teil übersehen Menschen, was Berater für Unternehmen leisten.
Ein Unternehmen muss auch ohne Berater laufen. Trotzdem ist der Einsatz von Consultants durchaus unter den richtigen Voraussetzungen eine gute Sache. Aber wann?
Moodboard
Ein Moodboard (in etwa Stimmungstafel) ist ein Prototyp, mit dem visuelle Ideen entwickelt und vermittelt werden. Grundsätzlich vermitteln Moodboards vor allem Stimmungen und Emotionen. In wenigen Fällen werden Moodboards auch als strikte Vorgabe eingesetzt, deren Kernideen bei der Weiterentwicklung von Produkten detailgetreu beachtet werden müssen.
thesen trollen trompeten anna riethus
Wie eng liegen Mut und Idiotie beieinander? Was ist schlimmer, Vergaberecht oder Schnitzel? Warum planen, obwohl doch alles den Bach runter geht. Ein fliegender E-Mail-Austausch zwischen Anna „Die Frau hinter NMSee“ und Daniel „Ein Mensch mit Internetanschluss und E-Mail-Account“ Herrmann.